01.04.2026 - Knapp 20 Grad im Tal, ein Meter Neuschnee am Berg: Der Deutsche Alpenverein (DAV) empfiehlt angepassten Bergsport zu Ostern.
Winter kehrt zurück – Wandersaison verschiebt sich
Für Bergwander-Fans hätte es gut passen können: Ein unterdurchschnittlicher Winter sorgte in vielen Regionen bereits früh für schneefreie Wege bis zur Waldgrenze.
Pünktlich zu den Osterferien meldet sich jedoch der Winter zurück. Durch eine feuchte und sich wiederholende Nordstaulage ist in den letzten Tagen bis zu einem Meter Neuschnee gefallen – teils mit starkem Wind und bis in die Täler. Die Folge: Auch dort, wo es schon frühlingshaft aper und trocken war, herrschen nun wieder winterliche Verhältnisse.
Was bedeutet das für den geplanten Start in die Bergwandersaison? Die klare Antwort des Deutschen Alpenvereins (DAV): Für Bergwanderungen ist es in vielen Regionen noch zu früh.
Am Berg herrscht vielerorts noch Winter
„Die Bedingungen am Berg sind zu Ostern wieder winterlich“, sagt Stefan Winter, Bergführer und Ressortleiter Sportentwicklung im DAV. In Bayerns Bergen liegt ab der Waldgrenze auf 1800 Metern und teils darunter eine geschlossene Schneedecke. „Wer jetzt ohne entsprechende Ausrüstung unterwegs ist, bringt sich schnell in Gefahr auszurutschen oder zu durchnässen. Der Schnee liegt aktuell oft so hoch, dass man ohne Schneeschuhe oder Tourenski bis zu den Knien einsinkt und kaum vorankommt. Gleichzeitig ist die Lawinengefahr in den bayerischen Alpen zum Teil erheblich, weil der neu gefallene Schnee in Steilhängen als Gleitschnee ins Rutschen kommen kann und vom Wind verwehter Triebschnee als gepackte Schneebretter abgleiten können.“
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