Neu! Unsere Aktiv-Börse

Was heißt Klimaschutz im DAV?

Als oberstes Ziel seiner Klimaschutzaktivitäten möchte der DAV bis 2030 klimaneutral werden. Dieses Ziel gilt für den Bundesverband sowie für die 356 Sektionen und die Landesverbände. Dabei wird das Prinzip „Vermeiden vor Reduzieren vor Kompensieren“ verfolgt. Die kommenden Jahre sollen intensiv genutzt werden, um durch geeignete Maßnahmen möglichst viele Emissionen zu vermeiden oder zu reduzieren. Dabei stehen vor allem Aktivitäten in den Bereichen Mobilität, Infrastruktur, Verpflegung, Kommunikation und Bildung im Mittelpunkt. Die Kompensation der übrigen Emissionen bildet ab 2030 den letzten Schritt zur Erreichung der Klimaneutralität.

„Der DAV setzt sich für die naturverträgliche, umwelt- und klimaschonende Ausübung des Bergsports und die ökologische Ausrichtung der damit verbundenen Infrastruktur ein.“ 

Wie der DAV das schaffen will, erfährst du HIER

So geht echter Klimaschutz

Was der DAV tut, um klimaneutral zu werden und wie das funktioniert erklärt das untenstehende Video! 
In erster Linie geht es darum, unsere Emissionen in der Ausübung des Bergsports tatsächlich zu verringern 

Klimanaeutral by fair means

Klimaneutral wie geht das?

Klimaneutral: Den Begriff haben alle schon mal gehört. Aber ab wann ist man eigentlich klimaneutral, wie macht man es richtig und was kann ich als Einzelperson tun?
Wer es genauer wissen will, findet Antworten im untenstehenden Bergpodcast.

 Jetzt Reinhören!!!

Weitere Infos und Aktuelles zum Klimaschutz im DAV gibt es HIER

2.  Was macht die DAV Sektion Reutlingen in Sachen Klimaschutz?

Ihr fragt, was die DAV Sektion Reutlingen tut, um klimaneutral zu werden.
Wir geben Euch Antworten:

Emissionsbilanzierung als Grundlage
Seit 2022 nehmen wir alle CO2-Quellen und die Menge der verursachten Emissionen in unserer Sektion unter die Lupe: vom Sektionsprogramm über den Hüttenbetrieb bis zur Hauptversammlung. Das Ergebnis zeigt uns, wo die Sektion schon gut dasteht und wo Einsparpotentiale am größten sind. Unsere resultierenden Maßnahmen sollen sich auf möglichst alle Aktivitäten und Bereiche in unserer Sektion erstrecken: von Verpflegung, über Mobilität und Infrastruktur bis hin zur Kommunikation und Bildung sowie Finanzanlagen.

Bildung eines Klimaschutzteams
Ein neu gebildetes Team aus Ehrenamtlichen unter Leitung eines Klimakoordinators kümmert sich speziell um die Bilanzierung, die Umsetzung und die Motivation zu aktivem Klimaschutz.

Umweltgerechter und energieeffizienter Hüttenbetrieb
Unsere beiden Sektionshütten Kaltenberghütte und Neue Reutlinger Hütte wurden mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet. Das bescheinigt den Hütten eine CO2 neutrale Energieversorgung bzw. Energiegewinnung sowie die Erfüllung bestimmter Kriterien bei der Abwasserklärung, Abfallvermeidung und -entsorgung.

Lokal und regional
Mit der Initiative »So schmecken die Berge« fördert die Sektion die Zusammenarbeit mit regionalen Erzeugern von Lebensmitteln. Auf der bewirtschafteten Kaltenberghütte kommen deshalb hauptsächlich regionale Speisen und Getränke auf den Tisch. So sparen wir unnötige Transportwege. Das Kuh-Logo steht für Echtheit, Heimat, Genuss und Vielfalt.

Ökostrom in den Reutlinger Standorten
Einen weiteren Beitrag zur Energiewende leistet die Sektion mit dem Einsatz von Ökostrom eines lokalen Energieversorgers (Fair Energie) im Kletterzentrum Reutlingen und in der Geschäftsstelle.

Ausleihen statt kaufen
Dieses Motto setzt die Sektion sowohl in ihrer sektionseigenen Ausleih-Bibliothek als auch mit dem Reutlinger Sektionspartner und Bergsportausrüster Tramperhaus in die Tat um.

Second-Hand statt Fast-Fashion
Ohne Ausrüstung geht beim Bergsport gar nichts. Einen Beitrag, wie man beim Bergsport trotzdem nachhaltig unterwegs sein kann, leistet die Sektion mit ihrem Alpin-Flohmarkt und der digitalen Aktiv-Börse als Second-Handplattformen, wo gebrauchte Bergsportausrüstung angeboten werden kann.

Ressourcen sparen
Auch in der Kommunikation mit ihren Mitgliedern setzt die Sektion auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen. Die Printausgaben der DAV-Mitgliederzeitschrift Panorama und die Sektionszeitschrift Der Reutlinger Alpinist stehen den Mitgliedern auf Wunsch auch als reine Digitalversio zur Verfügung.

Bergsportangebote mit klimafreundlicher Anreise
Bei der Erstellung unserer Angebote orientieren wir uns an einer okologisch verantwortungsvollen Handlungsempfehlung für Anreisen zu Bergsportveranstaltungen. Zukünftig findet Ihr in unserem Jahresprogramm exktra gekennzeichnete Angebote (Ausfahrten und Monatswanderungen) mit ÖPNV-Anreise.
Ebenso unterstützen wir eine klimafreundliche Anreise zu unseren Hütten durch spezielle Aktionen wie z.B. "Freie Nacht fürs Klima" und "KBH-Gewinnspiel der Sektion Reutlingen"

Wegwerfen war gestern jetzt ist Upcycling angesagt
Upcycling von Klettergriffen in der Kletterhalle
Anstatt die alten Klettergriffe beim Schrauben neuer Routen einfach wegzuwerfen, werden sie im Kletterzentrum Reutlingen frisch aufbereitet. Abgenutzte Griffe werden neu beschichtet. So schonen wir Ressourcen und vermeiden Plastikmüll.

Upcycling von Kletterseilen, Korken und Skifellen
Seit September 2022 stehen Recycling-Sammelstationen für gebrauchte Kletterseile, Weinkorken und Skifelle in unserer Geschäftsstelle und im Kletterzentrum Reutlingen für Euch bereit. Helft uns beim Sammeln, damit daraus wieder nachhaltige Produkte entstehen. Mehr zur Aktion findet Ihr HIER.

Falls Du Interesse an einer Mitarbeit oder Fragen und Anregungen zum Thema Klimaschutz hast, wende Dich gerne an unseren 
KLIMASCHUTZKOORDINATOR: Berthold Negwer (2. Vorsitzender)

3. TIPPS und Links für klimafreundlichen Bergsport

Anreise mit Bus und Bahn: der Weg ist das Ziel! 
Lernt, andersherum zu planen! Überlegt Euch, wo Ihr mit Bus und Bahn gut hinkommt und schaut dann, welche Touren Ihr dort machen könnt!

Macht’s einfach! 
Ihr wollt Euch an anspruchsvollere Anreiseplanungen wagen? Super! Traut Euch und probiert es aus! Was kann Schlimmes passieren? Nix. Eine Notübernachtung im Tal kann für keine*n Bergsteiger*in ein bedrohliches Szenario sein, oder?

Grundsätzlich gilt
für Zwei- bis Dreitagestouren bieten sich grenznahe Regionen in Österreich und der Schweiz an. Diese sind relativ schnell zu erreichen und haben vor Ort meist ein besseres Öffi-Konzept als die deutsche Seite. 

Die letzte Meile
Lasst Euch nicht von der letzten Etappe vom Bahnhof/von der Bushaltestelle zum Einstieg schrecken! Auf den ersten Blick gibt es hier häufig keine attraktiven Möglichkeiten, diese Last Mile zu überbrücken, aber seid kreativ, flexibel und erfinderisch. Für größere Gruppen eignen sich Taxibusse, die vor Ort angefordert werden, für kleinere Gruppen hilft der gute alte Daumen weiter – die Mitnahmebereitschaft in Alpentälern ist enorm!
Infos zum Thema Letzte Meile

Ausgangsorte
Wenn Ihr gar keine Vorstellung davon habt, wo überhaupt ein Bus oder eine Bahn hinfährt, dann hilft der ÖV – Netzplan weiter.
ÖV-Sommernetzplan
ÖV-Winternetzplan

Alpine Pearls (Urlaubsorte mit sanftem Tourismus)
In den „Alpine Pearls“ findet Ihr die perfekte Steilvorlage für tolle Ausfahrten ohne Auto – und das gilt sowohl für den Sommer als auch für den Winter! Die „Alpine Pearls“ sind 18 Urlaubsorte in Slowenien, Österreich, Deutschland und Italien, die sich voll und ganz der sanften Mobilität verschrieben haben.

Bergsteigerdörfer
Eine weitere Inspirationsquelle können die Bergsteigerdörfer sein. Diese bemühen sich besonders um jene Gäste, die den Ort ohne eigenes Motorfahrzeug erreichen möchten. Die Gemeinden setzen sich aktiv für die Erhaltung und Verbesserung des öffentlichen Personenverkehrs ein.

Tourenplanung mit Bus und Bahn auf alpenvereinaktiv
Sucht eure nächste ÖPNV-freundliche Tour auf alpenverein aktiv inspirieren.

Weniger ist mehr! 
Unsere klare Empfehlung: die Alpen sind für weniger als drei Tage Aufenthalt zu schade! Das kann man/frau mal machen, sollte aber nicht die Regel sein. Nutzt für Kurztripps die nähere Umgebung und gewinnt dadurch mehr Zeit in der Natur.

Mehrtages-/Hüttentouren kein Problem! 
Mit jedem zusätzlichen Tag, den Ihr Euch für Eure Ausfahrt gönnt, steigen die Möglichkeiten einer öffentlichen Anreise.
Grundsätzlich gilt: Österreich und vor allem die Schweiz sind das leichtere Pflaster. 
Weitere infos unter:
Anreise zu Hütten mit Bus und Bahn
Anreisetipps für die Wandersaison

Wenn unbedingt Auto dann, 
nutzt Emissionsarme Kleinbusse oder Mietautos und bildet Fahrgemeinschaften.

Hier noch ein paar Erfahrungen, die man/frau nach vielen Jahren „mit den Öffis in die Alpen“ weitergeben kann, z. B.:  

  • Vergesst das (Ober-)Allgäu, dort befinden sie sich in Bezug auf Öffis noch im Mittelalter 
  • Einfach-Raus-Ticket der ÖBB 
  • Ganz Vorarlberg mit einem Ticket 
  • Super Sparpreise Europa der Deutschen Bahn 
  • Fahrt nie mit dem letzten Zug vor Betriebsschluss 
  • Reisebüro spezialisiert auf Bahnreisen: www.gleisnost.de (eignet sich für kompliziertere Gruppenreisen) 

Weitere hilfreiche und inspirierende Links: 
https://www.alpenverein.de/Natur-Klima/Mobilitaet/
https://www.alpenverein.de/Natur-Klima/Wir-fuers-Klima/Machs-einfach/

4. CO2-Rechner

Du möchtest den CO2-Fußabdruck Deines Fahrtweges oder CO2 ärmere Routenalternativen berechnen lassen?

Nutze das CO2-Tool der dena (Deutsche Energie-Agentur) und reduziere Deine Emissionen. 

5. Klimafreundliche Tourenvorschläge

folgen in Kürze

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