Die Langkofelgruppe in den Dolomiten soll weiter oder vermehrt erschlossen werden. Laut Absichten einiger Investoren soll dieses Naturwunder gewinnbringend verbaut werden.
Betroffen sind zum Beispiel die noch intakten Cunfinböden am Fuße des Langkofels, die als Trinkwasserquelle für 7.000 Einwohnende dienen, Feuchtgebiete mit hoher Biodiversität aufweisen und Lebensräume für schützenswerte Flora und Fauna sind. Durch diese einzigartige, unberührten Natur soll eine Bahntrasse gebaut werden, die dieses Gebiet durchschneidet. Die geplante Bahn Gröden-Seiser Alm-Ronda würde außerdem noch zusätzliche Touristenmassen anlocken. Die örtlichen Skigebiete gehörten im Jahre 2022 mit vier Millionen Nächtigungen bereits zu den größten Touristenhotspots in Südtirol.
Im April 2023 wurde dem Amt für Landschaftsplanung ein Projekt zur Erneuerung der Seilbahn auf die Langkofelscharte präsentiert. Dieses Projekt bringt nicht nur mehr als eine Verdoppelung der Beförderungskapazität mit sich, sondern auch eine annähernd viermal so große Bergstation, die im Herzen der Langkofelgruppe gebaut werden soll. Das würde bedeuten, dass etliche Kubikmeter Felsen gesprengt und abgetragen werden müssen. Außerdem soll das Liftprojekt zur Langkofelscharte mit mindestens 45 Prozent öffentlichen Geldern gefördert werden. Das ist ein unglaublicher Profit für die Investoren auf Kosten der Allgemeinheit und der Umwelt.
Nach drei Jahren unermüdlichem Kampf der Initiativgruppe Nosc Cunfin ist endlich ein kleines Zeichen von Seiten der Südtiroler Landesregierung gekommen. Diese hat im September die Unterstützung für einen Beteiligungsprozess in den betroffenen Gemeinden für eine Unterschutzstellung beschlossen, was aber noch lange nicht bedeutet, dass die Langkofelgruppe wirklich unter Schutz gestellt wird.
Deshalb fordert die Petition ein klares "Ja" für die längst überfällige Ausweisung der Langkofelgruppe als Naturpark und ein entschlossenes "Nein" zum Verbau dieser einzigartigen Berggruppe samt ihrer umgebenden hochalpinen Landschaft.
Die Petition wird vom Alpenverein Südtirol (AVS), dem Club Alpino Italiano (CAI), Mount Wilderness, WWF und vielen anderen Naturschutz- und Heimatvereinen unterstützt.
AVS, CAI und DAV haben mit Partnerverbänden Anfang August eine gemeinsame Pressekonferenz am Sellajoch durchgeführt. AVS-Präsident Georg Simeoni führte aus: "Ein 'immer mehr, immer weiter' führt zu einer Übererschließung". "Die Grenzen der Belastbarkeit seien erreicht, für die Natur ebenso wie für die ansässige Bevölkerung", so Antonio Montani, Präsident des CAI.
DAV-Präsident Roland Stierle forderte "mehr Respekt vor der Natur und Genügsamkeit in den Bergen. Die Alpenvereine haben die Erschließung der Alpen schon vor Jahrzehnten aus guten Gründen für abgeschlossen erklärt".
Bitte unterstützen Sie die Petition Langkofelgruppe in Gefahr.




