10.12.2025 - Jedes Jahr am 11. Dezember erinnert der Internationale Tag der Berge daran, wie bedeutsam Gebirgsregionen für Natur, Klima und Menschen sind. Der Deutsche Alpenverein (DAV) nutzt diesen Tag, um erneut auf zwei zentrale Anliegen aufmerksam zu machen, die bei winterlichen Aktivitäten in den Alpen häufig unterschätzt werden: den Schutz sensibler Tier- und Lebensräume sowie umweltverträglichen Wintersport.
Warum Wald-Wild-Schongebiete gerade jetzt wichtig sind
Für viele Tiere in den Alpen – etwa Raufußhühner, Schneehasen, Hirsche oder Gamsen– ist der Winter eine Überlebenszeit. Schon geringfügige Störungen durch menschliche Aktivität können ihren Energiehaushalt gefährden.
Seit 1995 kennzeichnet der DAV in den bayerischen Alpen und im Bayerischen Wald gezielt sensible Gebiete als Wald-Wild-Schongebiete. Rund 500 naturschonende Routenempfehlungen helfen, Erholung und Naturschutz in Einklang zu bringen.
Diese Schongebiete sollten unabhängig von der Schneelage von allen Nutzergruppen vom 15. Dezember bis zum 30. April nicht betreten oder befahren werden.
Wo empfohlenes Verhalten ignoriert wird, drohen mittelfristig behördliche Sperrungen und ein Verlust wertvoller, natürlicher Rückzugsräume. Der DAV appelliert daher an alle Wintersportler*innen: Informiert euch, respektiert die Schutzgebiete, und wählt nach Möglichkeit die ausgewiesenen Routen.
"Der Tag der Berge erinnert uns daran, dass Bergnatur kein grenzenloser Raum für Freizeiterlebnisse ist. Gerade im Winter sind viele Bereiche hochsensibel. Wenn wir Rücksicht nehmen und naturverträgliche Routen wählen, tragen wir aktiv dazu bei, dass störungssensible Arten wie das Birkhuhn auch künftig in unseren Alpen überleben können. Und trotz mancher Einschränkungen bleibt für alle genügend Raum, den Winter verantwortungsvoll zu genießen."
- Simon Eisele, Ressort Naturschutz, Deutscher Alpenverein
Den vollständigen Artikel zum Internationalen Tag der Berge findest du hier.




