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Mehr Schutz für die Alpen gefordert

Foto: DAV/Franz Güntner

Alpenverbände fordern mehr Engagement für Natur und Landschaft im Alpenraum

Gemeinsame Pressekonferenz am 16. Juni 2026 in Kühtai

Stauseen, Zufahrtsstraßen, Liftanlagen: Der Nutzungsdruck auf alpine Landschaften nimmt stetig zu. Die Alpenvereine aus Österreich, Deutschland und Südtirol sowie zehn weitere Naturschutzorganisationen, darunter WWF und BirdLife, machen in Kühtai (Tirol) auf Fehlentwicklungen aufmerksam. In einer breiten Allianz fordern sie mehr Verantwortung bei Energie- und Tourismusprojekten im Hochgebirge. Unberührte alpine Natur ist eine wertvolle Ressource, die es zu erhalten gilt. Die Politik müsse daher Beteiligungsrechte sichern und klare Grenzen für Bauvorhaben ziehen.

 

Der Ort Kühtai sei bewusst gewählt, erklärt Wolfgang Schnabl, Präsident des Österreichischen Alpenvereins. Nicht weil es darum gehe, eine Region an den Pranger zu stellen, sondern weil hier sichtbar wird, was viele alpine Landschaften zunehmend prägt – Skipisten, Lifte, Zufahrtsstraßen, Beschneiungsanlagen und Energieinfrastruktur. Im Hintergrund eine Großbaustelle: Mit Muldenkippern, Bulldozern und Baggern wird gerade am 113 Meter hohen Staudamm gebaut - für einen weiteren Speichersee im Längental. 

„Die Energiewende ist notwendig, ebenso eine verantwortungsvolle Tourismusentwicklung. Beides darf jedoch kein Freibrief für Eingriffe in sensible Hochgebirgslandschaften sein. Der Nutzungsdruck wächst - umso dringlicher sind klare Leitplanken zum Schutz der letzten unberührten Ökosysteme“, erklärt Schnabl. 

Gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein und dem Alpenverein Südtirol wurde zu dem Lokalaugenschein auf 2.000 Metern Seehöhe geladen, wo sich eine internationale Allianz aus befreundeten alpinen Vereinen und Naturschutzorganisationen wie Naturfreunde, WWF, CAI, Club Arc Alpin, BirdLife, WET und vielen mehr eingefunden hat. Statements der Organisationen sind unten nachzulesen

Ihre gemeinsame Botschaft lautet: Die Alpen sind keine unbegrenzte Ressource. Wer Bergnatur auch für kommende Generationen erhalten will, muss heute klare Grenzen ziehen.

Den gesamten, ausführlichen Artikel gibt's hier zum Nachlesen.

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