Fünfte interkulturelle Bergtour „Doğa“

Eine Kooperation des DAV Sektion Reutlingen und des Türkischen Kultur- und Integrationsvereins

Zwanzig bergbegeisterte Menschen aus der Region Reutlingen und aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern wie der Türkei, Armenien, Afghanistan und Australien trafen sich auf der Kaltenberghütte im österreichischen Verwallgebirge.

Umgeben von dichtem Nebel und bei Nieselregen machte sich die Wandergruppe von St. Christoph am Arlbergpass über den Paul-Bantlin-Weg an den Aufstieg zur Kaltenberghütte. Nach zweieinhalb Stunden waren die 350 Höhenmeter erklommen und die Hütte tauchte unversehens aus dem Nebel auf. Das neuerbaute Winterlager wurde nun für zwei Nächte das Zuhause. Kaum waren die Lager bezogen, stand auch schon das Abendessen auf dem Tisch. Der weitere Abend war geprägt von manch spannender interkultureller Diskussion und so wurde es fast Mitternacht als alle ihre Schlafplätze aufsuchten.

Am nächsten Morgen umgab uns die gleiche Nebelsuppe wie am Vortag. Keine Bergspitze, nichts war zu sehen, als wir über den Berggeistweg auf den Albonagrat aufstiegen. Je weiter wir hinauf kamen, desto dicker wurde der Regen und ging dann auf 2400 m vollends in Schnee über, zur Freude der jüngsten Wanderer. Bei diesem Wetter verzichteten wir auf die Besteigung des Maroikopfes und wanderten dann weglos in Richtung Maroiseen. Bei gutem Wetter ist das eine grandiose Wanderung an den zwei größeren Seen entlang abwärts zum Paul-Bantlin-Weg und zurück zur Kaltenberghütte. Nach vierstündiger Nebelwanderung gab es zur Belohnung Kaffee und Apfelstrudel, serviert von Lidya der Hüttenchefin. Am Sonntagmorgen zeigte sich bereits eine dünne Schneeschicht rund um die Hütte, es schneite kräftig und der erste Schneemann wurde auf der Hüttenterrasse gebaut. Nach einem guten und reichlichen Frühstück und bei gefühlten zwanzig Zentimeter Neuschnee stiegen wir über die Obere- und Untere Bludenzer Alpe nach Langen ab und traten mit dem Reisebus die Heimreise nach Reutlingen an.

So ging auch diese 5. interkulturelle Bergtour zu Ende und die Teilnehmer waren sich einig: Man war sich auch diesmal wieder über alle Unterschiede hinweg näher gekommen. Die nächste interkulturelle Bergtour unter dem Motto Doğa (auf Deutsch Natur) wird nach einem Jahr Pause 2021 wieder stattfinden.

Text: Martin Plümicke und Helmut Kober
Fotos: Helmut Kober

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