Schneeschuhwandern in den Dolomiten

- Helmut und Andi hatten gerufen und im Nu hatte sich eine Schar von 10 begeisterten Schneeschuhwanderern gefunden, um unter ihrer Leitung die grandiose Bergwelt rund um Cortina d`Ampezzo im Winter kennenlernen zu können.

 

 

 

Bei bestem Bergwetter wurden wir in Cortina empfangen - direkt von unserer Unterkunft leicht oberhalb des Dorfes mit wunderbarem Blick auf die Tofanen, Croda die Lago bis hinunter zum Antelao.
Der Nachmittag war viel zu schön und frühlingshaft, um ihn im Haus zu verbringen - eine kleine Wanderung zum Einlaufen und Kennenlernen konnte und musste ohne Schneeschuhe angegangen werden!

 

 

Tour 1

Bereits bei der abendlichen Lagebesprechung stand fest, dass dieses Frühlingswetter sich nicht fortsetzen würde. Insofern gingen wir die Tour am Dienstag bei wolkenverhangenem Himmel an. Diese führte uns vom unteren Bereich der Straße zum Passo Giau durch teils sehr steiles Gelände durch den Wald hinauf Richtung Cinque Torri.

Die alte Schneedecke war über weite Strecken ziemlich fest, was den Aufstieg auch erleichterte. Die Wolken hingen tief; fast musste man vermuten, dass wir an den Torri schon vorbei wären, was „grande guida und piccola guida“ natürlich nie zugelassen hätten! Da hatte Petrus doch ein Einsehen und öffnete von der Rifugio Scoiattoli an im richtigen Augenblick den Blick auf diese imposante Felsansammlung. Sie zu umrunden bzw. zu durchqueren war das richtige i-Tüpfele für die heutige Tour.

Tour 2

Der Mittwoch war, wie leider zu erwarten, wettermäßig ziemlich ungünstig für unsere Planungen, also musste für die Tour zum Col dei Bos eine Alternative gefunden werden. In Anbetracht der sporadischen Schneeschauer kombiniert mit starkem Wind entschieden sich Helmut und Andi für eine Tour in gemäßigter Höhe, am Rande der Fanes/Sennes-Gruppe durch das Tal hinauf Richtung Rifugio Ra Stua bzw. Senneshütte.
Heute mussten wir auf den Gipfelausblick verzichten, dafür konnten wir den Nachmittag mit einem Dorfbummel ausklingen lassen.

 

Tour 3

Für den Donnerstag hatte Petrus nochmals alles gegeben, was für eine schöne Bergtour erforderlich ist. Wir starteten deshalb ziemlich früh bei relativ klirrenden Temperaturen wieder von der Passstraße Giau, diesmal Richtung Mondeval.

Bereits der Aufstieg zur Forcella Giau war begleitet von schönen Ausblicken auf die Tofanen bis hinüber zum Lagazuoi. Oben angekommen und auf dem Weg Richtung Gipfel des M. Mondeval auf 2455m öffnete sich der grandiose Blick Richtung Süden von der Marmolada bis zur Civetta und dem Monte Pelmo.

Dafür nimmt man gerne auch 700m Aufstieg in Kauf und kann völlig zufrieden den Rückweg bzw. Abstieg antreten. Auch hier galt es aufzupassen. Die teils sehr harte Altschneedecke musste an den steilen Bereichen mit viel Bedacht begangen werden.

 

Bereits am Abend zogen dicke Schneewolken auf, die uns teils auch auf der Heimfahrt am Freitag begleiteten und uns den Abschied nicht so schwerfallen ließen. Bis hinaus zum Brenner hatte sich die Landschaft über Nacht mit einer kleinen weißen Decke eingekleidet, die auch dringend benötigt war, wenn man Ende Februar noch nicht so recht an den Frühling glauben möchte.

Die Mädels und Buben um Helmut und Andi waren auf jeden Fall äußerst zufrieden mit den Planungen, der Betreuung und natürlich den geselligen Abenden, die selbstverständlich bei einer Ausfahrt nicht fehlen dürfen.

 

Text
Ingrid Schübel

Fotos
Ingrid Schübel, Helmut Kober

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