Alpenball 2018: beschwingt ins neue Bergjahr

„Den Alpenball gibt es seit dem Bestehen unserer Sektion“ sagte Jochen Ammann in seiner Eröffnungsrede des Alpenballs und demnach wird seit fast 100 Jahren die Tradition gepflegt. Unsere alljährliche Tanzveranstaltung ist eine der wenigen klassischen Bälle in der Region. Und somit waren auch diesmal, die 380 Plätze in der Halle binnen weniger Tage ausverkauft. Zu Rumba, Salsa und Walzer wurde das Tanzbein bis spät in die Nacht geschwungen.

Auch in diesem Jahr wurden die Wanderschuhe gegen schicke Pumps getauscht. Beim Alpenball war vom kleinen Schwarzen bis zum bunten Dirndl, vom Smoking bis zur Krachledernen, alles dabei. Kein Stuhl blieb leer. Zumindest solange, bis die Silvio Dalla Brida Band zum ersten Tanz aufrief. Auf der Tanzfläche, zwischen den Tischen und oben auf der Galerie – überall tanzten Paare durch die Reutlinger Stadthalle. Von Grundschritten bis zu rasanten Schwüngen und Drehungen konnte dabei jeder seinen ganz eigenen Tanzstil ausleben. Das abwechslungsreiche Repertoire der Silvio dalla Brida Band ließ keine Wünsche offen. Mit ihrer Mischung aus Musikalität, Spielfreude, eleganter Coolness und Stil, schafft es das Quartett jedes Jahr auf´s Neue, die Gäste zu begeistern. Für die nötige Verpflegung sorgte das Stuttgarter Catering Rauschenberger. Bei Vor-, Hauptspeise und Dessert, konnte sich jeder, je nach Appetit, den ganzen Abend verköstigen.  

Highlight des Abends waren die Showeinlagen von mehreren Tanzgruppen, bei denen unser Organisationsteam wieder einmal ein glückliches Händchen bewies. Die Gruppe „Kultur 33“ der Musik-, Tanz und Kunstschule in Münsingen führte durch verschiedene Kulturen und Tanzstile. Beim Ballett im Tutu zeigten die Darsteller und Darstellerinnen anmutige Bewegungen zu Ausschnitten aus Tschaikowkskys „Schwanensee“, in schwarz-weißen Kostümen beeindruckten sie mit fetzigen Bewegungen des Modern Dance und zuletzt entführte die Gruppe mit grazilem Hüftschwung in die Kultur des Orients. Das jüngste Trio der Gruppe heizte zum charismatischen Song „Mambo Nr.5“ ordentlich ein und brachte die Stimmung zum Beben.

Danach zeigten die Ropeskipperinnen von Just Jump aus Dettingen an der Erms, dass ein Seil nicht nur zum Klettern an Felswänden da ist. Mit ausgeklügelten Choreografien präsentierten sie dem Publikum eine neue Seite des Tanzes. Neben dem Showbereich sind die Mädels auch im Wettkampfsport sehr erfolgreich. Bei deutschen Meisterschaften, Europameisterschaften und Weltmeisterschaften gewinnt die Gruppe regelmäßig Medaillen. Auch in der Festhalle Reutlingen stellten sie zu modernen Songs ihr Können eindrucksvoll unter Beweis. Professionelle Sprünge und Figuren gepaart mit einer ausnahmslosen Synchronität beeindruckte das Publikum – tosender Applaus und laute Bravo-Rufe.

Nach den Darbietungen und kurzen Verschnaufpausen, dauerte es nicht lange, bis die Tanzfläche erneut gefüllt war und die Paare über das Parkett schwebten. Je später der Abend, desto ausgelassener die Stimmung. Die Silvio dalla Brida Band wechselte von roter Robe in Tracht und nach großer Danksagung von Jochen Ammann an Sponsoren, ehrenamtliche Helfer, das Organisationsteam, Catering, Security und Technik, feierten die Gäste noch bis spät in die Nacht. Der Muskelkater am nächsten Tag war damit wohl vorprogrammiert.

Text: Anke Schmid
Bilder: Helmut Kober

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