8.5.2010: Die Umweltgruppe der Sektion Schwaben auf der Achalm

 

Die Umweltgruppe der Sektion Schwaben ist einer Einladung von uns im März 2010 gefolgt und hat am 8. Mai Reutlingen besucht. Wie es sich für Natur- und Umweltfreunde gehört, sind die „Schwaben“ mit dem Zug angereist und wurden von mir am Bahnhof abgeholt. Über die Wilhelmstraße ging es dann in Richtung Marktplatz, wo uns unser Erster Vorsitzende, Helmut Kober, schon erwartete. Im Rahmen einer kleinen Stadtführung zeigten wir unseren Gästen die Marienkirche, Zunftbrunnen, Obere Wilhelmstraße und Stadtgraben. Natürlich wollte man auch die „schmalste Straße“ der Welt sehen und so haben wir den „Schwaben“ auch die Spreuerhofstraße und das Hexenhäusle unserer Vereinsjugend gezeigt. Anschließend ging es über die Oststadt hinauf auf den Scheibengipfel. Einige unserer Gäste waren dann ob der vielen Treppen doch erstaunt, wie hoch sich doch der Scheibengipfel über die Stadt erhebt.

Am Parklatz stießen dann noch einige Sektionsmitglieder und auch Hansjörg Munz, der Naturschutzreferent der Sektion Tübingen, zu uns, so dass wir alles in allem eine Gruppe von ca. 20 Personen waren. Von dort an übernahm Reinhard Braxmaier, Naturschutzbeauftragter der Stadt Reutlingen die Führung. Herr Braxmaier hatte sich für die Führung der Achalm gut vorbereitet und konnte mit Geologie, Geschichte, Archäologie und vor allem der Pflanzenvielfalt der Kulturlandschaft Achalm aufwarten. Er gestaltete mit seinen Beiträgen unseren Anstieg auf den Achalmgipfel äußerst kurzweilig. Auf dem Südweg in Richtung Rappenplatz ist bereits sichtbar, dass die ursprüngliche Kulturlandschaft wieder hergestellt wird. Mit Unterstützung des Naturschutzzentrums Listhof wurden die Schwarzdornhecken bis zum Waldrand gerodet. Diese Flächen sollen zukünftig wieder durch Schafe beweidet und dadurch freigehalten werden, so dass hier wieder Kalkmagerweiden entstehen können. Am Rappenplatz erklärte Herr Braxmaier unseren Freunden der Sektion „Schwaben“, dass dieser Ort wohl schon vor nahezu fünftausend Jahren besiedelt war. Heute befindet sich dort leider nur noch eine wirklich wilde Feuerstelle. Dennoch bietet die weitere Umgebung des Rappenplatzes eine besondere Pflanzenvielfalt. Dort finden sich u.a. der deutsche Enzian, der Fransenenzian, die Hummel-Ragwurz, Knabenkraut und viele andere mehr wie auch an anderen Stellen der Achalm.

Auf dem Bergfried genossen wir dank des guten Wetters einen fantastischen Rundblick. Nach ca. 2 Stunden machten wir uns an den Abstieg und auf den Weg zur Gartenwirtschaft „Rosengarten“, wo wir den Tag bei gemütlichem Beisammensein ausklingen ließen. Mein Dank gilt nochmals allen Mitwirkenden und Teilnehmern an unserer Rundtour, die allesamt zum guten Gelingen beigetragen haben. Die Freunde der Sektion Schwaben haben dann eine Einladung an unsere Sektion ausgesprochen, im nächsten Jahr auf Gegenbesuch nach Stuttgart zu kommen und uns einmal dort die Umgebung anzuschauen. Der Termin wird für alle Interessierten im Tourenprogramm 2011 bzw. im Alpinist bekannt gegeben.

(Text: Peter Langenbucher Bilder: Helmut Kober)

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