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Von „Cha-Cha“ zu „Tschä-Hoi“

Der Alpenball des DAV Sektion Reutlingen

von Anke Schmid

 

REUTLINGEN. Eine volle Tanzfläche, entspannte Stimmung und beeindruckende Showacts – der Reutlinger Alpenball des DAV bot für Tanzbegeisterte und Musikliebhaber die optimale Bühne. Die Silvio-Dalla-Brida-Band sorgte für den richtigen Takt und von Walzer über Rumba bis zum Tango war für jeden was dabei.

Zum 92. Mal erstrahlte die Stadthalle Reutlingen in den Grün-Weißen DAV-Farben. Freudig begrüßte der erste Vorsitzende, Jochen Ammann, neben Prominenz und Sponsoren, zahlreiche Gäste und Freunde der Sektion.

In diesem Jahr waren die 360 Karten so schnell wie noch nie ausverkauft und kein Stuhl blieb leer. Zumindest solange, bis bei Cover-Stücken von Bands wie z.B. der „Buena Vista Social Club“ oder des Popmusikers „James Blunt“, sich keiner mehr auf den Sitzen halten konnte. Jung und Alt trafen sich auf der großen Fläche und schwangen das Tanzbein. „Wir haben zu Hause extra geübt. Im Februar machen wir dann einen Tanzkurs. Zum ersten Mal sind wir beim Alpenball und finden es gut, dass Tanzmusik gespielt wird und auf der Tanzfläche viel los ist“ sagt das junge Pärchen Yannik (21) und Johanna (19). Ob klassischer Grundschritt oder schwungvolle Figuren, von Anfänger bis Vollbluttänzer ist beim Alpenball alles dabei. Die Freude an Tanz und Bewegung steht dabei im Vordergrund.

„Très chic“ war das Motto des Dresscodes. Dabei wurden aber keine Grenzen gesetzt. Anzug und Schlips, das kleine Schwarze oder traditionelle Trachtenmode. Im Saal war es bunt. „Es ist ja ein historischer Ball. Da finden wir die Trachtenkleidung passend. Mit dem langen Abendkleid kann ich überall hin. Die Tracht trägt man nur hier und es passt zum Alpenball“ erzählt ein Paar, das schon seit nahezu 20 Jahren auf den Alpenball kommt.

 

Traditionelle Garden und eine kleine Premiere

Um den Gästen und der Band zwischendurch Verschnaufpausen zu gönnen, haben die beiden Organisatorinnen Sonja Langenbucher und Beate Lever, zwei besondere Programmpunkte eingebaut.

Die Gäste wurden in die Welt der „Zigeunerinsel“ geführt. Der älteste Bürgerverein Stuttgarts begeisterte in vier Blöcken. Passend zur Fasnet, zeigten die Tänzerinnen der Traditionsgarde in bunten Kostümen einstudierte Formationen mit akrobatischen Figuren. Das wurde anschließend von ihrem Tanz-Mariechen noch auf die Spitze getrieben. Turnfiguren und waghalsige Sprünge machten die Choreographie spektakulär. Im dritten Teil ihres Auftritts nahmen die Stuttgarter das Publikum mit in die Welt des Musicals Rocky. Die Showgarde mischte Theater und Tanz mit der klassischen Titelmusik. Ein Highlight des Abends war das „Kinderbaronenpaar“ des Vereins. Die Tänzerin (13) und ihr Partner (15) wirbelten in glitzernden Tanzkostümen wie die Profis durch den Raum. Mit einem kräftigen karnevalistischen „Tschä-Hoi, Tschä-Hoi, Tschä-Hoi“ verabschiedeten sich die Akteure unter lautem Beifall.

Im zweiten Programmblock zeigte die Tanzschule Werz eine Mix-Show aus verschiedenen Stilrichtungen. In ihren verschiedenen Tänzen führten sie durch Zeiten und Generationen und zeigten frech und unkonventionell, Verbindungen aus Standard, Hip-Hop und Charleston. Zuletzt gab es für die Tanzgruppe noch eine Premiere. Eine Mischung aus Hip-Hop und Standardtänzen führten die verschiedenen Gruppen der Tanzschule gemeinsam auf. In dieser Form, gab es das noch nie und die Choreographie wurde extra für den Alpenball einstudiert.

 

Blumen bringen Spenden für Naturschutz

Zum Abschluss des offiziellen Teils trat Jochen Ammann, mit Blumen in die Mitte. Es ging um die Tischdekoration, die für eine kleine Spende, mit nach Hause genommen werden durfte. Als Umwelt- und Naturschutzverein sieht sich der DAV in der Pflicht, etwas hierfür beizutragen. Der Erlös geht an den Arbeitskreis Klettern und Naturschutz (AKN), der sich um Felsen-, Tier- und Pflanzenschutz sowie Wegebau und Sicherheit von Kletterrouten in der Region kümmert.

Für Jochen Ammann, der in die großen Fußstapfen von Helmut Kober getreten ist, war sein erster Alpenball als Riegenführer ein voller Erfolg. „Es war wie jedes Jahr eine gelungene Veranstaltung. Schöne Showacts, gute Vororganisation und ein harmonischer Ablauf. Ich würde sagen, der Applaus war eindeutig. Die Gäste hatten großen Spaß“ sagte er abschließend.

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