AKTUELLE MELDUNGEN
Von Kalktuffen und Buntsandsteinen
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Mittlerweile sind die gemeinsamen Unternehmungen der im Naturschutz aktiven Mitglieder in den Sektionen Schwaben und Reutlingen schon Tradition. Einmal im Jahr trifft man sich abwechselnd in Stuttgart und Reutlingen, um der eingeladenen Sektion die Besonderheiten der eigenen Region zu zeigen. Im diesem Jahr war Reutlingen wieder an der Reihe, unter Leitung von Naturschutzreferent Peter Langenbucher das Programm zu gestalten.

Gleich am Breitenbachsee, dem Startpunkt der Wanderungen, konnten Peter Langenbucher und Co-Führer Steffen Riek Interessantes zur Entstehung und Lage des Sees erzählen. Liegt das künstlich angelegte Biotop doch auf einer Höhe von ca. 400 Metern zwischen den Schichten des schwarzen und braunen Jura. Immer am Breitenbach entlang lassen sich am Verlauf des Baches mit seinen Mäandern, Stufen und Einschnitten weitere Schichten erkennen und Besonderheiten im braunen Jura ausmachen. Im Einflussbereich der Quelle, die auf einer Höhe von ca. 600 Metern am Übergang vom braunen Jura zum weißen Jura liegt, wird dann der in dieser obersten Schicht gelöste Kalk in Form von Kalksinterterassen sichtbar. Der Kalk überzieht das Bachbett und alles, was sich dem Wasser entgegenstellt mit einem weißlich-hellgrauen Belag und bildet immer stärkere Stufen aus.

Nach einer kurzen Rast am Fuße der gefassten Breitenbachquelle ging es durch einen sich selbst überlassenen Bannwald hoch auf den Gielsberg und hinab zu den Gönninger Seen. Dort wurde die Wandergruppe überaus herzlich von Werner Funkler und seiner Mannschaft mit Schmalzbrot, erfrischenden Getränken und verdauungsförderndem Obstler empfangen. Bestens gestärkt ging es dann unter der fachkundigen Führung von Werner Funkler, der als Förster maßgeblich an der Entstehung der Seen beteiligt war, rund um die in einem ehemaligen Steinbruch angelegten Biotope. Aus erster Hand erfuhren die Teilnehmer von den Problemen beim Anlegen des unteren Sees durch versickerndes Wasser, von der mehrfachen Verlegung des Bachbettes und vom ständigen Aufwand zur Erhaltung der wertvollen Lebensräume.

Natürlich sollten die Gäste aus Stuttgart auch das für seine Tulpen und Samen bekannte Gönningen kennenlernen. Gemeinsam ging es daher in die mittlerweile sogar in einem Spielfilm verewigte Gemeinde, vorbei am Friedhof und zu einem kurzen Besuch des Tulpenfeldes. Mit der Einkehr in der Gutsgaststätte Alteburg endete die erlebnisreiche und vielseitige Exkursion, bevor die Gäste wieder die Zugfahrt zurück nach Stuttgart antraten.

Bilder (von Steffen Riek)

Oben: Peter Langenbucher, Naturschutzreferent beim DAV-Reutlingen, erläutert die Kalkablagerungen unterhalb der Breitenbachquelle.

Unten: Werner Funkler (vierter von rechts), ehemaliger Forstmitarbeiter und maßgeblich an der Gestaltung der Gönninger Seen beteiligt, führte die Wandergruppe fachkundig durch das Gebiet. Im Hintergrund ist noch eine Abbaustelle des ehemaligen Steinbruchs zu erkennen.

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